Die Schlagzeilen sind auf den ersten Blick wenig einladend: Der Argos Index®, der etablierte Bewertungsmaßstab für den nicht-börsennotierten europäischen Mittelstandsmarkt, notiert im vierten Quartal 2025 mit 8,3x EBITDA auf dem niedrigsten Stand seit 2014. Und auch aktuelle Studien und Pressestimmen zeichnen ein verunsichertes Bild in der Private Equity-Welt. Wer als Unternehmer diese Nachrichten liest, könnte versucht sein, den geplanten Unternehmensverkauf noch einmal aufzuschieben und lieber auf ruhigere Zeiten zu warten.
Das könnte jedoch ein voreiliger Schluss sein. Denn wer genauer hinschaut, findet durchaus ermutigende Signale – gerade für erfolgreiche Familienunternehmer.
Zunächst zur Einordnung: Niedrigere Bewertungsmultiples bedeuten nicht zwingend, dass ein Verkauf unattraktiv ist. Sie bedeuten vor allem, dass sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern wieder einander annähern, und genau das belebt den Markt. Tatsächlich ist die Transaktionsaktivität im zweiten Halbjahr 2025 gegenüber der ersten Jahreshälfte um beachtliche 30% gestiegen, mit über 500 abgeschlossenen Transaktionen im europäischen Mittelstand, das höchste Niveau seit 2018. Der Argos Index® hält selbst fest, dass erhöhte Aktivität bei gleichzeitig niedrigeren Preisen ein typisches Kennzeichen eines Markttiefs ist. Mit anderen Worten: Wer jetzt handelt, agiert möglicherweise genau im richtigen Moment, nämlich am Wendpunkt.
Strategische Käufer sind weiterhin aktiv und zahlen für solide, gut positionierte Unternehmen attraktive Preise, gerade in resilienten Sektoren. Dabei schätzen sie gewachsene Strukturen, etablierte Kundenbeziehungen und unternehmerische Substanz. Eigenschaften, die Familienunternehmen in besonderem Maße vorweisen können. Und auch der Finanzierungsmarkt zeigt sich trotz makroökonomischer Unsicherheiten stabil, wie die anhaltende Verfügbarkeit von Fremdkapital für Akquisitionsfinanzierungen belegt.
Der aktuelle Dealsuite DACH Monitor für das erste Halbjahr 2026 bestätigt diesen Ausblick eindrücklich: 76% der befragten Berater blicken optimistisch auf die kommenden Monate. 45% berichten von einem Anstieg ihrer Mandate gegenüber dem Vorhalbjahr; ein klares Signal, dass der Markt an Fahrt gewinnt und die Käufernachfrage real ist.
Gerade für Familienunternehmer, die den richtigen Moment für eine Nachfolgeregelung oder einen Unternehmensverkauf abwägen, bietet das aktuelle Umfeld damit eine reelle Chance. Gut vorbereitete Unternehmen mit stabiler Ertragskraft können nach wie vor hohe Werte realisieren und profitieren davon, dass der Wettbewerb unter Käufern trotz allem intakt bleibt.
Warten auf vermeintlich bessere Zeiten bedeutet oft, den eigenen Handlungsspielraum unnötig zu verkleinern. Wer jetzt den Dialog sucht, handelt vorausschauend und mit dem Rückenwind eines sich spürbar erholenden Marktes.
Nehmen Sie daher gern jederzeit Kontakt für ein vertrauliches und unverbindliches Erstgespräch mit uns auf, wenn Sie erfahren möchten, wie Ihr Unternehmen im aktuellen Marktumfeld positioniert ist.
Immer wieder erleben wir, dass erfolgreiche Unternehmer direkt und ohne jeglichen Bezug, gewissermaßen „out of the blue“ darauf angesprochen werden, ob sie denn nicht Interesse hätten, Ihr Unternehmen zu veräußern.…